Zur Chronik des Rittergutsbesitzes Klausheide!

By Posted in - Blog on Juni 11th, 2014 1 Comments

Einige Jahre vor Ausbruch des Krieges erhielt der Direktor der Ostpreussischen Landgesellschaft , Herr Klaassen in Königsberg 1. Pr. von dem ersten Vorsitzenden des Krupp’schen Direktorums in Hasen, Herrn Geheimrat Dr. Hugenberg den Auftrag, für Herrn Krupp von Bohlen und Halbach eine große Heidefläche zu Kultivierungszwecken und zur Anlage eines großen modernen Gutsbetriebes anzukaufen. Es war nicht so einfach, diesen edlen Gedanken zu verwirklichen. Herr Klaassen hat mehrere Heideflächen in der Umgebung von Hamburg, im Holsteinischen und im Oldenburger Moor besichtigt, aber nirgends etwas Passendes gefunden, da die Heideflächen in der gewünschten Größe zusammenhängend kaum zu haben waren. Durch Zufall wurde Herr Klaassen auf große Heideflächen zwischen Lingen und Nordhorn im Kreise Grafschaft Bentheim, Provinz Hannover aufmerksam gemacht. Es gelang Herrn Klaassen, für den Ankauf dieser Flächen zwei Vermittler Gerbracht aus Hamm und Beisen aus Bielefeld, zu gewinnen: Die genannten Vermittler haben es fertig gebracht, im Laufe des Sommers 1913 einen großen Teil der Heideflächen zusammen zu kaufen. Im Herbst 1913 würde ich von Herrn Direktor Klaassen für die Verwaltung- der eingekauften Heideflächen engagiert. Ende Februar 1914 waren Herr Klaassen und ich von Ostpreussen nach der Grafschaft Bentheim gefahren, um die Heideflächen zu besichtigen. Es waren damals etwa 10.000 Morgen allgekauft und es sollte mit der Neukultivierung im Frühjahr 1914 begonnen werden. Ich siedelte am 21. März 1914 von Ostpreussen nach Nordhorn in Hannover üben. Hier müsste ich, bis eine Wohnung der Heide für mich fertiggestellt war, wohnen bleiben. Die Beaufsichtigung von Nordhorn aus, das 7,5 Km. von den Heideflächen entfernt liegt, war sehr schwierig, es ließ sich aber nicht anders machen. Mit den Neubauten sollte ebenfalls so schnell wie möglich begonnen werden. Den Dampfpflugbesitzer F. Ottomeyer in Steinheim i. W. wurde die Arbeiten übertragen. Am 5. April 1914- wurde die erste Pflugfurche auf der Jahrtausende lang brach gelegenen öden Heide gezogen. Von Nah und Fern kamen die Einwohner herbei, um sich das Wunder anzusehen und manche alte Bauer schüttelte sein ergrautes Haupt und zweifelte an dem Gelingen der Kultivierung. Zu dem ersten Dampfpflugsatz wurde 14Tage später noch ein zweiter Satz hergeschickt und es wurde jetzt flott gearbeitet. Inzwischen waren die Arbeiten an den Bauprojekten und Zeichnungen so weit gediehen, dass sie Herrn Krupp von Bohlen und Halbach vorgelegt werden konnten. Am 27. April 1914 kamen Herr und Frau Krupp von Bohlen und Halbach in Begleitung des Herrn Geheimrat Hugenberg im Automobil von Essen nach der Grafschaft Bentheim, um die angekauften Heidedeflächen zum ersten Mal in Augenschein zu nehmen. Der Bauplatz war vorher von Herrn Hermann und mir auf einer an günstigen (Stelle) gelegenen Stelle ausgesucht und durch Pfähle kenntlich gemacht worden. Die Bauprojekte wurden vorgelegt und von den Herrschaften im Großen und Ganzen gutgeheißen. Bei dieser Gelegenheit hat Herr Krupp von Bohlen-und Halbach der Gutsanlage dem Namen „Clausheide“ gegeben, nach seinem dritten Sohne Klaus benannt—Im Anschluss an die Besichtigung der Baustelle pp. wurde eine Wagenfahrt von der Lingener Landstraße aus quer durch das ganze Gelände nach dem Bannhof Elbergen unternommen, um einen Überblick über die Gesamtlage und Größe der angekauften Heideflächen zu bekommen. Zur weiteren Bearbeitung der mit Dampf gepflügten Flächen wurde die Beschaffung von Arbeitspferden notwendig. Zur Unterbringung der Pferde, sowie eines Aufsehers und den notwendigen Fuhrleuten kaufte ich ein an der Grenze von Klausheide gelegenes kleines Bauerngehöft. Von hier aus wurden nun die ersten Kultivierungsarbeiten gemacht, Kunstdünger gestreut usw. und ein Versuch mit Gründüngung gemacht. Ende Juni 1914 wurden etwa 50 Morgen mit Lupinen und Seradella bestellt. Von der Gehöftsanlage nach dem Ems-Vechte-Kanal, der das ganze Gelände durchschneidet, wurde eine 60 cm spurige Kleinbahn gebaut, die Ende 1914 in Betrieb genommen werden konnte. Diese Bahn sollte den Zweck haben, Baumaterial und Kunstdünger pp. das auf dem Wasserwege bezogen werden konnte, von der zu bauenden Hafenanlegestelle am Kanal nach dem Gutshofe zu befördern. Geplant war eine spätere Fortführung der Bahn über den Ems-Vechte-Kanal durch die südlich des Kanals gelegenen Ankaufsflächen mit Anschluss an den Bahnhof Elbergen der zweigleisiegen Bahnstrecke Norden-Münster-Hamm. Bis Ende Juli 1914 waren etwa 2.00 Morgen mit dem Dampfpflug umgebrochen. Dann brach der grosße Weltkrieg aus und legt alle in Angriff genommenen Arbeiten still. Am 2. Mobilmachungstage mussten 10 von den angekauften Arbeitspferden 8 für Heereszwecke abgegeben werden, ich selbst wurde am Mobilmachungstage zur Fahne einberufen und die Arbeiten in Klausheide ruht einstweilen. Im November 1914 war Herr Direktor Klaassen hier zu einer Besichtigung. Herr Klaassen hielt es für angebracht, dass die Kultivierungsarbeiten wieder aufgenommen werden sollten und schickte zu diesem Zwecke Anfang des Jahres 1915 einen Vertreter für mich hierher. Derselbe hat nun mit dem wenigen ihm zur Verfügung stehenden Pferde- und Menschenmaterial Kultivierungsarbeiten wieder aufgenommen und im Frühjahr 1915 etwa 300 Morgen mit Gründünger und 18 Morgen mit Kartoffeln die ersten auf Klausheide bestellt. Auf Veranlassung des Herrn Klaassen reicht Herr Geheimrat Hugenberg für mich ein Reklamationsgesuch ein, welches nach längerer Zeit Erfolg hatte. Ich konnnte am 15 Juli 1915 aus Galisien nach Klausheide zurückkehren. Zu dieser Zeit war die Bautätigkeit in vollem Gange. Es war geplant, zunächst ein Verwaltungsgebäude mit Wohnung für mich und mehreren unverheirateten Beamten, einen Arbeitspferdestall, Kutschpferdestall, einen Schuppen zur Unterbringung von landwirtschaftlichen Material und Geräten zu bauen. Von den Gebäuden konnten der Arbeitspferdestall vor Winter unter Dach gebracht werden. Die Ausführung der Inneneinrichtungen war der Firma Hüttenrauch in Apolda 1. Thür. übertragen. Diese Arbeiten konnten so gefördert werden, dass die Arbeitspferde im Juni 1916 in den neuen Stall untergebracht werden konnten. Dieses war schon eine große Erleichterung in der Bewirtschaftung der neukultivierten Flächen. Im Herbst 1916 setzte dann eine rege-Bautätigkeit ein, indem die Straße von der Nordhorner Chaussee nach der Gehöftanlage ausgebaut wurde und hier schon im Frühjahr 1917 die ersten Wegebäume-Roteichen gepflanzt, die sehr gut angegangen waren. Im Frühjahr 1916 konnten bereits 50 Morgen Kartoffeln bepflanzt werden. In Ermangelung an Arbeitskräften hatte ich mit Zustimmung des Herrn Direktor Klaassen und Geheimrat Hugenberg die Gestellung von 100 Kriegsgefangenen (Ukrainer) im Januar 1916 von der Inspektion der Gefangenenlager erwirkt, die hier in einer neu erbauten Holzbaracke untergebracht wurden. Mit diesen Gefangenen wurden Planierungsarbeiten ausgeführt und die zu Anlegung eines Obst- und Gemüsegartens ausersehene Fläche tief umgegraben, Die Gefangenen wurden leider Ende März wieder von der Inspektion zurückgezogen und al Ersatz 50 Serben hergeschickt, die halb verhungert, zunächst nichts leisten konnten. Unter Zuhilfenahme eines Dampfpfluges der die gepflügten Flächen mit Eggen und Walzen bearbeitete konnten nun 500 Morgen mit der Gründüngung. Lupinen und Serdella bestellt werden. Ebenfalls wurde Serdella in dem im Herbst eingesäten Roggen eingedrillt. Die zur Anlage des Obst und Gemüsegartens vorgesehene, etwa 60 Morgen große Fläche zwischen der Gehöfts Anlage und der Nordhorner Chaussee wurde ebenfalls vorher mit Gründüngung bestellt. Das erste Gemüse wurde im Frühjahr angebaut und wir haben damit einen ganz guten Erfolg gehabt. Im Frühjahr 1916 wurde auch schon der Frage der Aufforstung einer größeren Fläche näher getreten. Die technische Leitung dieser Arbeiten wurde der Forststelle der Landwirtschaftskammer-Hannover, vertreten durch den Geschäftsführer der Forststelle, Forstassessor Steffens, der inzwischen Oberförster geworden ist, übertragen. Herr Steffens war Anfang März 1916 hier zu einer Besichtigung der infrage kommenden Fläche und fand den Boden zur Aufforstung geeignet. Es wurden nun die Vorarbeiten gemacht, die Fläche in Jagen eingeteilt und gleichzeitig wurde mir dem Pflanzen der Schutzstreifen Birken und darauf auch der gemischten Pflanzen Kiefern, Fichten und als Triebholz Weisserlen begonnen. Ein Saatkamp von 1,5 ha Größe wurde angelegt um Pflanzen für die nächsten Jahre dort groß zu ziehen. Die jungen Pflanzen waren gut angegangen und versprachen ein gutes Gedeihen. Leider hatten dieselben im Monat Mai und Juni bei trockener Witterung und starken Winden sehr unter Sandwehen zu leiden, sodass viele Pflanzen eingingen und im nächsten Frühjahr die Lücken wieder nachgepflanzt werden mussten. Eine Regenperiode im August machte noch vieles wieder gut. Der im Herbst eingesäte Roggen stand im Frühjahr sehr gut, ließ aber dann während der Trockenperiode im Wachstum nach und der Körnerertrag war auch sehr mäßig. Dagegen waren die Kartoffeln besser gewachsen als im Jahre 1915 und brachten 70 Ztr. Pro Morgen. Die ersten Wiesen wurden im Sommer 1916 angelegt und gingen bei günstiger Witterung gut an. Im September desselben Jahres wurde das erste Vieh, 5 jungen Färsen, von der Hügelverwaltung hierher überwiesen. Der Pferdebestand war inzwischen durch Ankauf auf 21 Stück erhöht worden. Im Herbst 1916 wurden etwa 500 Morgen mit Roggen bestellt. Die Neubauten hatten im Laufe des Sommers gute Fortschritte gemacht. Jedoch stellten sich im Herbst desselben Jahres bereits große Schwierigkeiten in der Beschaffung von Baumaterial aller Art ein. Es war eine Folge des Krieges, die Heeresverwaltung hatte das meiste beschlagnahmt. Bis zum Eintritt des Winters konnte das Verwaltungsgebäude, der Kutschpferdestall, Geräteschuppen und der große Viehstall unter Dach gebracht werden, sodass hier auch im Laufe des Winters an den Inneneinrichtungen gearbeitet werden konnte. Im Januar und Februar 1917 hatten wir einen langanhaltenden, starken Kahlfrost und auch bei starken Ostwinden schwere Sandwehen, die der Roggensaat großen Schaden bereitete. Es waren infolgedessen etwa 120 Morgen Roggen vollständig ausgewintert, In der Blütezeit des Roggens traten Nachtfröste auf, die sehr schädlich auf den Körnerertrag wirkten. Der Körnerertrag ließ infolgedessen auch viel .zu wünschen übrig. Kartoffeln waren etwa 50 Morgen angebaut, die infolge der ungünstigen kalten Witterung in der Wachstumsperiode nicht den gewünschten Ertrag brachten. Es wurden vom Morgen durchschnittlich 55 Ztr. geerntet. Um vorzubeugen, dass die Sandwehen auf den Aufforstungsflächen im Lohner Gebiet nicht wieder so viel Schaden anrichten konnten, wie im Vorjahre, wurden dort zum Schutze etwa 200 Morgen mit Lupinen bestellt. Die Lupinen hatten in der ersten Wachstumsperiode -Mai-Juni- ebenfalls viel unter Sandwehen zu leiden, wurden dann im Spätsommer noch sehr gut und erfüllten den Zweck. Die Lupinen blieben über Winter stehen. Es sollten in den nächsten Jahren die Forstpflanzen dort hineingepflanzt werden. Im Frühjahr 1917 konnten weitere 500 Morgen Neuland mit Lupinen bestellt werden, die dann im Herbst als Grundlinzer für den anzubauenden Roggen untergepflügt werden sollten. 120 Morgen Neuland wurden als Wiese angesät. Zur Bearbeitung dieser Flächen wurde ein Lanz’sch Landbaumotor angekauft. Die im Vorjahre angelegten Wiesen zeigten einen guten Graswuchs, sodass um die Weide auszunutzen, 16 Fersen angekauft wurden. Von der Hügelverwaltung noch weitere 5 Stok. Jungvieh überwiesen, sodass der Viehbestand im Herbst 1917 auf 26 Stok. Fersen und Jungvieh angewachsen war. Hinzu kam später ein Zuchtbulle und 8 Zugochsen.Dagegen war der Bestand an Pferden um 3 Stok. , die an die Heeresverwaltung abgegeben werden mussten, geringer geworden. An den Gebäuden wurde im Laufe des Sommers 1917 hauptsächlich an den Inneneinrichtungen gearbeitet. Die Beschaffung sämtlicher Baumaterialien war inzwischen so schwierig geworden, dass die Arbeiten nur sehr langsam vorangingen. Im Verwaltungsgebäude wurde mit Hochdruck, so gut es ging, gearbeitet, weil ich so schnell wie möglich einziehen wollte. Im November desselben Jahres waren die Arbeiten so weit vorangeschritten, dass ich einziehen konnte. Einige Zimmer für mich und die Büroräume waren fertiggestellt. Die große Diele und eine Reihe von Zimmern konnte aus Mangel an geeigneten Arbeitskräften und Materialien noch nicht fertig gemacht werden, und waren diese Arbeiten für später zurückgestellt. Im Pferde- und Rindviehstall wurden die Eisenkonstruktionsarbeiten ausgeführt und bis zum Herbst fertiggestellt. Ebenso würde die Hängebahn, die aus den Ställen zur Düngerstätte führte fertig gemacht. Es kostete viel Mühe die Ziegelsteine und den erforderlichen Zement zum Ausbau der Düngerstätte frei zu bekommen. Die Düngerstätte konnte infolgedessen erst im Frühjahr 1918 fertiggemach werden. Im Herbst 1917 wurden auf Wunsch des Herrn von Bohlen 200 graue Heidschnucken Mutterschafe von der Arbeiter Kolonie Freistatt gekauft. Das Jahr 1918 war für die hiesigen Neukulturen wenig günstig. Der bestellte Roggen, -500 Morgen- stand im Frühjahr sehr gut, dann setzte eine lange Trockenperiode ein und der Roggen blieb im Wachstum zurück. Die Dürre wirkte auf die Körnerausbildung ungünstig, sodass der Ertrag weit unter normal zurückblieb. Der später einsetzende Regen konnte daran nichts mehr ändern, da er zu spät kam. Die Kartoffeln -es waren etwas über 100 Morgen bestellt- waren dagegen sehr gut gewachsen und lieferten für hiesige Verhältnisse einen enormen Ertrag. So brachte die Linebals Vesta 130 Ztr. vom Morgen. Die Industrie 110 und die blaue Odenwalder etwa 80 Ztr. pro Morgen. Die als Frühkartoffel angebaute frühe Rosen brachte, wie immer-erheblich weniger. Der Gesamtertrag ist als ein sehr erfreulicher Fortschritt in der Neukultur zu bezeichnen. Im Herbst 1918 wurden etwa 450 Morgen mit Roggen bestellt. Die Revolution am 9. November 1918 und die darauf folgenden ungeregelten Verhältnisse machen sich in der Bewirtschaftung der bisher kultivierten Flachen recht unangenehm bemerkbar. Neukultivierungsarbeiten können bei den augenblicklich herrschenden Verhältnissen hohe Lohnforderungen, Mangel an Arbeitskräften und Kunstdünger, enorm hohe Preise für Lupine und Seradelle pp. kaum noch ausgeführt werden. Ebenso dürfen z. Zt. nur die allernotwendigsten Bauten ausgeführt werden. Von den jagdlichen Verhältnissen ist folgendes zu bemerken. Die Jagd wurde vor dem Ankauf der Flächen von den Bauern ausgeübt und war total. ruiniert. Nach mehr jährigem Schonen und Pflegen der Jagd wurden im Herbst 1917 auf der ersten abgehaltenen Treibjagd 76 Hasen und am 6. Januar 1919 96 Hasen, 1 Fuchs und 12 Stück Flugwild erlegt. Bei der Inangriffnahme der Kultivierungsarbeiten im Jahre 1915 stellte es sich heraus, dass eine umfangreiche ordnungsmäßige Entwässerung notwendig war. Mit der Ausführung der technischen Arbeiten hierzu wurde der Kulturingenieur Löbberding-Münster beauftragt. Die Ausführung der Erdarbeiten übernahm der Tiefbauunternehmer Keller in Münster. Es sind bis heute Frühjahr 1919, die notwendigen Entwässerungsgräben in Bakelder Flächen links der Landstraße-Nordhorn-Lingen gesogen, ferner ist ein großer Vorfluter durch fremdes Gebiet bis zum Leebach ordnungsmäßig verbreitert und vertieft ausgebaut worden, sodass die Entwässerung jetzt tadellos funktioniert. Wie schwierig die Fortführung des Wirtschaftsbetriebes und der Neubauten während des Krieges gewesen und welche ungeheure Geldopfer es gekostet hat, wird nachstehend kurz erwähnt. Die Kultivierungs- und Bestellungsarbeiten sind durch die hohen Lupinen- und Seradellapreise sowie durch die andauernden Lohnerhöhungen gewaltig verteuert worden. So kostete Seradella vor dem Kriege 12 bis 18 Mark, Lupinen .8 bis 10 Mark der Ztr. Und heute kosten Lupinen 45 bis 50 Mark und Seradella 98 Mark, im Vorjahre sogar 120 Mark der Ztr. Infolge der hohen Preise und der Beschaffung dieser Sämereien konnten die als Weiden niedergelegten Flächen nicht, wie vorgesehen und wie es notwendig gewesen wäre, vorher mit Lupinen und Seradella zu Gründüngungszwecken bestellt werden. Die Folge davon ist, dass die angelegten Weiden nicht so gut geworden sind und auch das Gras nicht werden halten können, sodass dieselben nach einigen Jahren wieder umgerissen und neu angesät werden müssen. Vor dem Kriege wurde hier an Tagelohn für einen erwachsenen Arbeiter pro Tag 3 Mark gezahlt, heute 8 Mark und darüber und die Löhne steigen immer noch höher. Bei der Mobilmachung mussten .von dem vor dem Kriege gekauften Pferden der größte Teil unter Ankaufspreis abgegeben werden. Als Ersatz wurden dann später Pferde zu sehr hohen Preisen angekauft. Die vor dem Kriege angekauften 10 Pferde kosteten durchschnittlich 1200 Mark, ab-gegeben wurden dieselben 100 Mark pro Stück unter dem genannten Ankaufspreis. Die später angeschafften Pferde kosteten 2500 bis 5500 Mark pro Stück. Es konnten allerdings im Frühjahr 1917 durch persönliche Vermittlung des Herrn Krupp von Bohlen und Halbach 4 junge schwere Belgier für 1800 Mark pro Stück angekauft werden. Die im Verlauf des Krieges an die Heeresverwaltung abgegebenen Pferde wurden ebenfalls verhältnismäßig viel zu billig bezahlt. Für gute Pferde wurden etwa 3500 Mark bezahlt, wenn man aber Ersatz gebrauchte, mussten 5 bis 6000 Mark für ähnliche Pferde bezahlt werden. Es wurden von Klausheide insgesamt 15 Pferde zu Heereszwecken abgegeben, da zwar bei der Mobilmachung 8 im Winter 1917 3 und 1918 4 Pferde. Bei der Demobilmachung konnten allerdings 7 Pferde zu verhältnismäßig Billigen Preisen angekauft werden, Die Tiere waren aber alle Felde abgetrieben und mehr oder weniger fehlerhaft, was sich erst herausstellte, als dieselben einige Wochen Ruhe und Pflege genossen hatten. Eins von den angekauften Pferden ist an Herzschlag eingegangen. Die Durchfütterung des Viehes und besonders der Pferde ist sehr schwierig und kostet enormes Geld. Für 1 Ztr. Futtermehl oder Melasse muss man 25 bis 30 Mark und darüber zahlen, während vor dem Kriege der Ztr. Hafer 8 bis 10 Mark kostete und als Futter mit den heutigen minderwertigen Futtermitteln nicht zu vergleichen ist. Die gleiche Preissteigerung gilt auch für die Beschaffung des toten Inventars. Ferner fällt noch schwer ins Gewicht dass fertige Güter im Kriege hohe Erträge abgeworfen haben, hiesige Gut dagegen, erst im Kriege entstanden und neu kultiviert, hat Unsummen verschlungen und wird, da sich die Verhältnisse vorläufig noch nicht bessern, noch weiter große Summen kosten. Die ausgeführten und noch auszuführenden Neubauten kosten gegen Friedenszeiten ein unheimliches Geld. Nicht allein das Material ist im Preis um das 5 bis 10 fache gestiegen, sondern auch die Arbeitslöhne sind gegen Friedenszeiten um das 4 fache in die Höhe gegangen. Dazu kommt noch, da.. die Arbeitszeit auf 8 Stunden herabgesetzt und die Arbeitsleistung wähnend des Krieges durch die Beschaffung von alten und jugendlichen Arbeitern, sowie auch durch die Ernährungsweise der Leu-Ee erheblich vermindert worden war. Infolge der angeführten Verhältnisse heben die Baukosten den von dem Kriege hierfür ausgeworfenen Betre,- um des Mehrfache überschritten. (eingetragen). Von sonstigen Anlagen ist noch zu erwähnen, dass eine-ca. 60 Morgen große Fläche, zwischen Gutshof und der Chaussee Nordhorn-Lingen gelegen, als Obst-. und Gemüsegarten angelegt und eingefriedigt worden ist. Die Obstbäume sowie ein Schutzstreifen rings um die Anlage und div. Ziersträucher wurden in den Jahren 1918/1919 5emflanzt. In der Nordostecke des Gartens wurde im Jahre 1920 eine Gärtnereianlage gebaut mit Gärtnerwohnung und großem. Bienenstand. Ob die Obstbäume auf dem mageren und trocknen Sandboden gedeihen und später eine Rente abwerfen werden, bleibt abzuwarten. Das Jahr 1919 war für die Neukulturen noch ungünstiger als das Vorjahr Es waren im Winter verhältnismäßig wenig Niederschläge heruntergekommen, sodass im Monat März das Grundwasser. schon ziemlich niedrig stand. Dann kam ein kalter April und vom 1. Mai bis Ende Juni eine anhaltende Dürreperiode mit großer Hitze. Der Roggen, der im Frühjahr sehr gut ausgesehen hatte, konnte sich nicht entwickeln und brannte stellenweise vollständig aus, sodass die Ernte sehr schlecht ausgefallen war. Gut war dieselbe nur auf ca. 100 Morgen, einer niedrig gelegenen .Fläche -im Lohner Gebiet. Von dieser Fläche hat der Roggen 11 Ztr. pro Morgen ab-gegeben, während die Flächen im Bakelder-Nordhorner Gebiet kaum etwas mehr als die Aussaat gebracht haben. Die Kartoffelernte ließ ebenfalls viel zu wünschen übrig. Auch hier hatte die Trockenheit großen Schaden angerichtet. Der Durchschnittsertrag war 50 Ztr. pro Morgen. Neukultiviert wurde im Jahre 1919 nichts. Die Bauten wurden in diesem Jahre restlos fertiggestellt, auch die Innenarbeiten im Verwaltungsgebäude. Ferner wurde beschlossen, den Bau von 18 Arbeiterwohnhäusern mit je 2 Wohnungen in Angriff zu nehmen. Im Monat September 1919 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, und zwar werden die Hauser, wie projektiert zu beiden Seiten der Chaussee nach Nordhorn aufgebaut. Im Jahre 1920 wurden die Bauarbeiten nach Eintritt des Frühlings wieder fortgesetzt und im Herbst standen 18 Doppelwohnhäuser fertig da. Einzelne Familien konnten schon im Herbst einziehen. Die Ernte war in diesem Jahr etwas besser ausgefallen als im Vorjahr, ließ jedoch viel zu wünschen übrig. Gelegentlich der Anwesenheit des Herrn Klaassen-Königsberg hatte Krupp von Bohlen und Halbach Herrn Klaassen zu einer Besprechung 25.710. nach dem Hügel eingeladen. Das Resultat war wie nachstehend ausgeführt: (erstmalig). Auf Grund dieser Besprechung wurden im Herbst 1920 noch die Dampfpflug arbeiten aufgenommen und im Frühjahr 1921 fortgesetzt. Etwa 800 Morgen wurden im Ganzen mit dem Dampfpflug gepflügt. Zum Teil waren die Flächen bereits in den Jahren 1915/1916 gepflügt aber wegen Mangel an Arbeitskräften und Pferdematerial nicht bestellt worden und inzwischen so stark verwachsen, dass ein nochmaliges Umbrechen mit dem Dampfpflug notwendig war. Im Frühjahr 1921 wurden dann noch etwa 200 Morgen von den neu umgebrochenen Flächen mit Lupinen und Seradella bestellt und eine Fläche von 160 Morgen als Weide angesamt. Das Jahr 1921 war sehr trocken und für Neukulturen höchst ungünstig. Der Roggen hatte infolge der Dürre schlecht angesetzt und hat teilweise kaum die doppelte Aussaat abgegeben, ein Teil auf älterem Boden hatte die Dürre besser überstanden und hat einen leidlichen Ertrag gebracht. Im Durchschnitt sind vom Morgen 5 Ztr. geerntet. Die Kartoffeln hatten unter der Dürre ebenfalls gelitten, haben aber doch noch einen Durchschnittsertrag von 79 Ztr. pro Morgen gegeben. Die neuangelegten Viehweiden hatten sich im Herbst sehr gut entwickelt sind jedoch etwas früh und jung in den Frost hineingekommen. Im Herbst 1921 wurden etwa 460 Morgen mit Roggen bestellt, der teilweise auch kaum aufgegangen in den Frost hineinkam. Im Laufe des Jahres wurde das Gutsgebäude für die elektrische Zentrale und die Molkerei fertiggestellt. Die Baukosten haben Unsummen verschlungen. Material und Löhne sind erheblich im Preise gestiegen. Nach Fertigstellung des genannten Gebäudes und der sonst noch in Angriff genommenen Arbeiten soll jede Bautätigkeit eingestellt werden. Das projektierte Speichergebäude mit den dazu gehörigen Scheunen wird einstweilen nicht gebaut. Die vorhandenen Gebäude, sollen zunächst für den Wirtschaftsbetrieb ausreichen. Die Inneneinrichtungen in der elektrischen Zentrale wurden im Laufe des Winters fertiggestellt, sodass im Februar 1922 aufgenommen werden konnte. Die Einrichtung der Molkerei, für die in dem oben genannten Gebäude Räume vorgesehen sind, wird einstweilen zurückgestellt. Dagegen soll noch eine Reparaturwerkstätte eingerichtet werden. Die Vollendung der Bauarbeiten hat sich doch noch den ganzen Sommer über die Länge gezogen. Im Herbst waren dieselben dann soweit fertiggestellt, dass sämtliche Handwerker mm 1. Dezember 1922 entlassen werden konnten. Es ist schade, dass der Bau der s. Zt. projektierten Die Roggenernte war infolge der ungünstigen Witterung im Winter und Frühjahr und der Dürreperiode in Vorsommer mäßig ausgefallen. Der Ertrag war 5,2 Ztr. Pro Morgen. Dagegen war die Kartoffelernte recht gut ausgefallen. Einige Sorten haben einen Rekordertrag abgegeben. So hat die Alma = 160 Ztr. pro Morgen und die Industrie =140 u.109 Ztr. pro Morgen abgegeben. Einige Flächen haben auch versagt, sodass der Durchschnittsertrag über 80 Ztr. Nicht hinausgekommen ist, immerhin für die hiesige Gegend und dem neukultivierten Boden ein recht erfreuliches Ergebnis. Finanziell war das Jahr 1923 sehr schwer zu ertragen. Durch den Einfall der Franzosen und die Besetzung des Ruhrgebietes wurde die Kohlenindustrie mehr oder weniger lahmgelegt. Dazu kam im Sommer und Herbst die Inflation und die Gewerkschaften, die Klausheide gepachtet haben, waren nicht in der Lage größere Zuschüsse für Klausheide zu leisten. Infolgedessen mussten die Kultivierungs- und Aufforstungsarbeiten zurückgestellt und der ganze Betrieb auf das Äußerste eingeschränkt werden. Im November wurde unsere Währung. mit der Rentenmark stabil. Jagdlich war das Jahr 1922 auch recht gut. Auf der großen Jagd wurden 178 Hasen erlegt, in der ganzen Jagdsaison 521 Hasen. Durch Schonen und Hege hat sich die Jagd gegen 1914 um das Vielfache gehoben. Im Herbst 1922 wurde das Gut von Herrn Krupp von Bohlen und Halbach auf die Dauer von 12 Jahren verpachtet. Als Pächtertreten die Gewerkschaften Emscher-Lippe, Konstantin der Große, die Zeche vor Helene/ Amalie und ein Erzbergwerk in Betzdorf auf. Herr Bergmeister Wiesmann, Leiter der Gewerkschaft Emscher-Lippe wurde zum Vorsitzenden des Wachtkonzerns gewählt. Das Jahr 1923 zeichnete sich durch anhaltende Nässe in den Sommermonaten aus. In 10 Monaten sind 614 mm Regen gefallen. Davon im Mai 109,5 mm, Juli 103,5 mm und Oktober 107 mm. Der Acker auf den niedrig gelegenen Flächen auf Flur Bakelde war so aufgeweicht, dass zeitweise weder Menschen noch Tiere darauf arbeiten konnten. Die ausgepflanzten Saatkartoffeln faulten auf den genannten Flächen und gingen nicht auf. Ferner standen größere Flächen längere Zeit unter Wasser, sodass im Herbst der Ernteausfall sehr groß war. Die Gesamtdurchschnittsernte betrug 53 Ztr. pro Morgen Anbaufläche. Ebenso traurig sah es mit der Roggenernte aus. Der Roggen wochenlang unter Wasser gestanden, war teilweise verschwunden und Binsen und Unkraut wucherten auf diesen Flächen. Die Heuernte war dagegen sehr ergiebig. Es wurde so viel Heu geerntet wie nie zuvor, und im guten Zustand, sodass das Winterfutter für Vieh und Pferde gesichert war. Die Forstkulturen haben sich ebenfalls sehr gut weiter entwickelt, besonders die älteren Kulturen. Das Jahr 1924 war für die hiesigen Verhältnisse noch ungünstiger als das vorhergegangene. Im Frühjahr war es zur Bestellung zu nass und die Kartoffeln sind infolgedessen teilweise zu spät in die Erde gekommen, und infolge der anhaltenden Nässe während des ganzen Sommers nicht gut ausgewachsen und ausgereift. In 9 Monaten sind 638,5 mm Regen gefallen, davon allein im Monat August 180,5 mm. Größere Flächen hatten stark unter Nässe zu leiden und die Kartoffeln waren faul geworden. Die Ernte war sehr beschwerlich, da die Maschinen teilweise auf dem aufgeweichten Boden versanken und die Kartoffeln buchstäblich aus dem Dreck herausgefischt werden mussten. Das Ernteergebnis war auch ein sehr betrübendes. Der Gesamtdurchschnittsertrag war 3 Ztr. pro Morgen. Der Roggen hatte ebenfalls teilweise durch die anhaltende Nässe sehr stark gelitten. Größere Flächen versagten vollständig, sodass die Ernte sehr mäßig ausgefallen ist. Besonders bemerkbar macht sich der Mangel an Stroh. Es reicht nur zum Verfüttern als Kecksel für Vieh und Pferde. Zum Einstreuen muss Torfstreu gekauft und verwendet werden. Der Körnerertrag war 6 Ztr. pro Morgen. Im Frühjahr 1924 wurde beschlossen, die niedrig gelegenen Flächen zu dränieren. Inzwischen ist dieses Vorhaben ausgeführt. Die Dränage funktioniert gut. Der Erfolg war bereits in diesem Jahr an der Ernte zu merken. Sie war gleichmäßiger als in den Vorjahren. Die volle Einwirkung der Dränage auf die Bodenverbesserung und dennoch auf die Ernteerträge wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. In dem ersten Sommer 1923 und im Frühjahr stellte es sich heraus, dass die s. Zt. ausgebaute Entwässerung für derartige Wassermengen, mit denen man aber auch zukünftig in nassen Jahren rechnen muss, bei weithin nicht ausreichend ist. Deshalb hat man auch beschlossen die niedrig gelegenen Flächen im Jahre 1924 zu dränieren und die Vorflut um 60 cm bis 1 mtr. zu vertiefen und auch dementsprechend zu verbreitern. Diese Arbeiten wurden an den Unternehmer Speeck-Datteln vergeben und auch sofort in Angriff. genommen. Im August-dieses Jahres waren die Ar-beiten soweit fortgeschritten, dass eine Fläche bereits dräniert und im Herbst noch mit Roggen bestellt werden konnte. Soweit es die Wassermengen zuließen, wurde auch im Winter an der Dränage gearbeitet. Das Jahr 1925 hatte ein nasses Frühjahr, im Übrigen zeigte es aber einen trockenen Charakter. Der Stand der Feldfrüchte war ein sehr guter. Der Wirtschaftsbetrieb hat infolge der beiden abnorm ungünstigen Jahre 1925/1924 enorme Zuschüsse verbraucht. Die allgemeine wirtschaftlich schlechte Lage macht es Herrn Krupp von Bohlen und Halbach unmöglich, diese Zuschüsse weiter zu tragen. Es musste eine Änderung geschaffen werden. Herr Krupp von Bohlen und Halbach lud nachstehend aufgeführt: Herren zu einer Besprechung der Angelegenheit zum 17. Juli 1925 nach Klausheide ein. Herr von Wilmowski-Marienthal, Geh K. Wiedfeldt-Esse: Geh. R. Hugenberg-Hohbraken, Bergmeister Wiesmann-Datteln, Gutsbes. Reinhardt-Burgwerben, Direktor KIaassen-Königsberg und Verwaltungs- direktor Bernsan-Hügel. Zunächst wurde im-Verlauf des Gutes in Erwägung gezogen, aber nach längerem Ein- und Herüberlegen verworfen in der Annahme, dass ein Käufer dafür schwer zu haben sein würde. Dann kam man überein, das Gut zur Verpachtung auszubieten. Die Bedingungen wurden festgelegt und darauf in verschiedenen Zeitungen bekannt gemacht. Der erste Reflektant Egbert Hayessen aus Hammer bei Liebenwalde am Finowkanal, erschien zu einer Besichtigung am 27. Juli 1925 und am August mit seinen zwei Brüdern zur zweiten Besichtigung. Der  Stand der Getreide- und Kartoffelfee der machte einen sehr günstigen Eindruck, ebenso die Viehweiden. Herr Hayessen hatte große Lust, das Gut als Pachtung zu übernehmen und der Pachtvertrag kam zustande. Die Übergabe erfolgte am 1. Oktober 1925. Als Pachtperiode wird die Zeit vom 1. Juli 1925 bis dahin 1945 gerechnet. Die Pachtbedingungen sind folgende: Herr Hayessen übernimmt das gesamte lebende und tote Inventar als eisernen Bestand. Einen Pachtzins braucht Herr Hayessen nicht zu zahlen, muss sich aber verpflichten, in den ersten 10 Jahren der Pachtperiode 900 Morgen Heideland urbar zu machen und als Weide oder Ackerland einzurichten. Herr Krupp von Bohlen und Halbach war so gütig, mir die Verwaltung seines Gutes Gildehaus zu übertragen. Da der Leiter des letztgenannten Gutes erst zum 19. November eine Wohnung bekommen konnte, bin ich bis dahin in Klausheide geblieben und habe in der Zeit noch Herrn Hayessen die Wirtschaft geführt. Am 19. November übernahm ich im Beisein von Herrn Bernsan-Hügel die Verwaltung von Gildehaus und bin am 21. November dort eingezogen. Abgeschrieben von einer alten Niederschrift von Herrn Schewinski (erster Gutsverwalter) Klausheide, den 1. September 1965. Meineke