Nordhorn-Klausheide – ein Standort mit Zukunft

By Posted in - Blog on Juni 17th, 2014 0 Comments

In diesem Jahr blickt Klausheide auf eine 100jährige bewegte Geschichte zurück. 1914 begann die Geschichte des Ortes mit dem Errichten einer Gutsanlage in der Heide- und Moorlandschaft bei Nordhorn und entwickelte sich mit der Zeit zu einer lebendigen Dorfstruktur und einem florierenden Wirtschaftsstandort. Anfang der 1990er Jahre wurden die Flächen rund um das Gut Klausheide verkauft, die Stadt Nordhorn legte das Gewerbegebiet Klausheide-Ost an. Eines der ersten Unternehmen, die sich dort ansiedelten, war die Reinert-Ritz GmbH.

Am Hauptsitz in Radevormwald bei Wuppertal stieß man zu dieser Zeit gerade an die Grenzen der zu bebauenden Flächen. Die Produktion brauchte Platz, um der steigenden Nachfrage nach Kunststoffformteilen für die Gas- und Wasserversorgung sowie die Chemische Industrie und der Nachfrage nach Halbzeugen gewachsen zu sein. Bei seiner Suche nach geeigneten Flächen für eine Erweiterung wurde Firmengründer K. Albert Reinert schließlich auf das Gewerbegebiet Klausheide-Ost aufmerksam. Aufgrund der hervorragenden Anbindung an die Autobahnen A 30 und A 31 fiel die Entscheidung für den Aufbau eines zweiten Standortes in Nordhorn-Klausheide leicht und auch personell konnte sich das Unternehmen mit der Umschulung von Fachkräften aus der einst blühenden Textilindustrie Nordhorns von Anfang an gut aufstellen.

In den neuen Standort hat die Reinert-Ritz GmbH seitdem fortwährend investiert. Bereits zwei Jahre nach der Ansiedlung wurde die Produktion vollständig nach Klausheide verlegt und das Stammwerk in Radevormwald geschlossen. Viele Mitarbeiter wagten den Schritt und zogen mit dem Betrieb um. Das Unternehmen wurde inzwischen von einer auf sieben Produktionshallen vergrößert, eine weitere Halle ist bereits geplant und wird voraussichtlich noch in diesem Jahr gebaut. Auch die Mitarbeiterzahl ist stetig gestiegen: Waren es zu Anfang zwanzig, sind es nun über 110 Menschen, deren beruflicher Lebensmittelpunkt in Klausheide liegt. Dieser Anstieg ist größtenteils auf die Ausbildung eigener Fachkräfte zurückzuführen, mit der man bald nach der Ansiedlung am neuen Standort begonnen hat. Besonders mit den gewerblich-technischen Berufen (Industriemechaniker/in, Mechatroniker/in, Zerspanungsmechaniker/in und Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik sowie Werkzeugmechaniker/in) baut das Unternehmen sein eigenes Wissen stetig aus. 2014 konnte der mittlerweile 30. Auszubildende seine Gesellenprüfung erfolgreich beenden.

Was ursprünglich als Zweitbetrieb geplant war, hat sich dank vieler positiver Umstände zu einem der weltweit führenden Hersteller für hochwertige Kunststoffrohrverbindungsteile entwickelt. Das 20. Standortjubiläum wurde 2012 mit einem großen Familienfest gefeiert, bei dem neben Hüpfburg, Eiswagen und Zauberin auch ein Wagen der Freiwilligen Feuerwehr als Attraktion für die Mitarbeiterkinder zur Verfügung stand. Für die Zukunft ist das Unternehmen gut gerüstet: Genügend Erweiterungsfläche am Standort Klausheide ist vorhanden und dank einer engagierten Ausbildungsarbeit ist der Fachkräftemangel mittelfristig kein Thema. Die Weichen für eine kontinuierliche Weiterentwicklung sind demnach sowohl produktionsseitig als auch personell gestellt.

Herzlichen Dank dafür, Klausheide!